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Bericht II 06/97

Bananen auf dem Hexentanzplatz

Es war wieder einmal soweit. Am 22.06.97 trafen sich um 8.00 Uhr bei strömendem Regen 8
Wanderer am Rudolfsplatz. Mit recht kritischen Blicken auf den wolkenverhangenen,
regnerischen Himmel, starteten Herbert Truxius, Dennis Grosse, Christhard Becker, Kurt Jarche,
Ute und Werner Neumann, Manuela Strott und Frank Woidtke mit zwei Pkw Richtung Bodetal. Auf
der Autobahn nach Bad Harzburg am Torfhaus und Braunlage vorbei, erreichten wir um 10.00 Uhr
nach einer regenreichen Fahrt den Hexentanzplatz bei Thale. Zum Glück hatte es aufgehört zu
regnen, als wir auf den Parkplatz aus den Autos stiegen. Unsere Wanderschuhe angezogen und
die Rucksäcke auf den Rücken geschnallt, konnte es losgehen.
Als erstes durchstöberten wir die zahlreichen Souvenirläden und Imbissbuden. Von einigen
Aussichtspunkten aus konnte man auf Thale, die Rosstrappe und ins Bodetal sehen. Nun machten
wir uns auf den Weg zur Kabinenschwebebahn. Dort angekommen, fuhren wir mit der
Schwebebahn nach Thale runter und gingen 800 m zum Sessellift, um auf die Rosstrappe zu
fahren. Bei der Sesselliftfahrt konnten wir sogar Rehe und Eichhörnchen beobachten. Auf dem
Weg zum Gipfel der Rosstrappe konnte man immer wieder von kleinen Aussichtsplattformen in
die Täler und Schluchten des Bodetales sehen. Gegen 11.00 Uhr machten wir uns an den Abstieg,
der terrassenförmige Weg durch den Wald endete an der Bode, wo wir uns an einer Landkarte
orientieren konnten. Herbert zeigte uns dann die Strecke die wir noch vor uns hatten. Am Goethe
-Felsen
entlang zum Hirschgrund. An einem Gasthaus und einer Bergwachtstation vorbei, ging es
weiter, immer der Bode folgend. An Schautafeln konnten wir uns über die Lebensräume der
Tiere, Pflanzen, Vögel und Insekten des Bodetales informieren. Über die Teufelsbrücke ging es
weiter durch den Taschengrund, den Gewitterklippen, dem Kastental, dem Dambachtal und dem
Rehtal zu den Tresehängen. Um ca. 15.00 Uhr legten wir dort eine Pause ein, um uns zu stärken.
Kurz danach erreichten wir Treseburg. Danach machten wir uns auf den Rückweg zum Hexen-
tanzplatz. Das Wetter hatte sich soweit gebessert, dass die Sonne schien und wir bei dem
nächsten Berg, den wir bestiegen, mächtig ins Schwitzen und aus der Puste kamen. Diese
Anstrengung hinter uns, ging es nur noch durch leicht hügeliges Gelände. Um 16.45 Uhr nach ca.
20 Kilometern am Hexentanzplatz angekommen, brachten wir unsere Sachen zu den Autos, um
dann noch ein wenig in den Geschäften zu stöbern. Eine Köhlersiedlung und ein Tierpark, sogar
ein Bergtheater ist dort ansässig. Um 17.35 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, dieses mal
durch Blankenburg und Wernigerode, erreichten wir die Autobahn nach Braunschweig und
kamen um 19.00 Uhr am Rudolfsplatz an. Regnerisch fing der Tag an, gewandert durch
Sonnenschein, so kann man darauf wetten: wenn die Bananen wandern gehen, wird das Wetter schön!

Frank Woidtke